Zum Leben braucht unser Körper Energie. Den größten Teil davon nimmt er über Speisen und Getränke auf. In jeder unserer Zellen arbeiten Mitochondrien wie kleine Kraftwerke daran, die mit der Nahrung aufgenommenen Nährstoffe in den universellen Energieträger ATP (Adenosintriphosphat) umzuwandeln. An diesem Prozess, der sogenannten oxidativen Phosphorylierung ist das Coenzym Q10 maßgeblich beteiligt. Q10 gilt als Vitaminoid, da es strukturell mit Vitamin K und Vitamin E verwandt ist. Die reduzierte, phenolische Form wird als Ubihydochinon oder Ubichinol (kurz QH2) bezeichnet und ist die aktivste Form des Coenzyms.
Organe wie Herz und Lunge, die besonders viel Energie benötigt, weisen eine besonders hohe Q10-Konzentration auf. Der Körper kann das Coenzym selbst produzieren. Ab dem 30. Lebensjahr verringert sich die Produktion allerdings. Als externe Quelle für die Q10-Zufuhr dient eine ausgewogene Ernährung. Vor allem Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchte, Nüsse, Pflanzenöle und Gemüsen wie Kohl, Spinat oder Brokkoli sind reich an Q10.
Steht dem Körper nicht genügend Q10 zur Verfügung, kann er nicht genug Energie in Form von ATP erzeugen. Außerdem erhöht ein Mangel an dem Coenzym die Vermehrung von Freien Radikalen und führt so zu oxidativem Stress. Eine wichtige Aufgabe unseres Immunsystems ist es, uns vor diesen Freien Radikalen zu schützen, wie sie durch Umwelteinflüsse, Stress, Medikamente, Zigaretten, Alkohol, aber auch durch Leistungssport freigesetzt werden können. Dadurch, dass sie diese im Körper binden, schützen Antioxidantien vor Freien Radikalen.